Twitter Rankings und ihre Aussagekraft

Ich bin ja großer Freund der “Deutschen Twitterliste“. Was @Talkabout da auf die Beine gestellt hat, finde ich absolut klasse. Sortiert nach Kategorien (Marken, NPOs, Verbände, etc…) bekommt man dort, jeweils in Form von Rankings, einen schönen Überblick über die deutsche Twitterszene.

Allerdings frage ich mich aber auch, welche Aussagekraft diese Rankings generell haben.

Die  Deutschen Twitterliste hat in den unterschiedlichen Kategorien durchaus verschiedene Sortierungsmöglichkeiten:

  • Anzahl der Follower (Standard)
  • Anzahl der aktiven deutschen Follower
  • Anzahl der Updates
  • Screenname
  • Realname

Hiervon sind logischerweise nur die ersten drei rankingrelevant, da nur sie messbare Werte darstellen. Fangen wir mal an mit den Followern: Klar, auf den ersten Blick ist das ein Faktor, der sehr nachvollziehbar aussieht. Wenn man aber erstmal die ganzen verschiedenen Follower-Generierungs-Tools und Plattformen kennengelernt hat, weiß man, dass dieser Wert eher mit Vorsicht zu genießen ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein Prediger aus Texas für die aktuellen Ereignisse in Duisburg interessiert? Genau, eher unwahrscheinlich. Daher finde ich die Einschränkungsmöglichkeit auf die “deutschen aktiven” Follower schon viel besser.

Auch ein interessanter Aspekt: Die Anzahl der Updates. Hier meint man auf den ersten Blick, die Aktivität des Accountbetreibers ablesen zu können. Aber auch dies ist “nur” ein quantitativer Wert, der aber auch gar nichts über die Qualität und Attraktivität der Tweets aussagt.

Genau hier liegt für mich der Hase im Pfeffer. Allen Twitter-Rankings stehen nur quantitative Werte zur Verfügung. Dies ist sicherlich keine neue Erkenntnis, aber eine, die die Aussagekraft solcher “Hitlisten” doch wieder etwas relativiert.

Eine Zeitung, die es sich recht einfach macht, und einfach nur den RSS-Feed ihrer Meldungen via Twitterfeed in ihren Twitteraccount laufen lässt, hat vielleicht trotzdem jede Menge Follower und entsprechend viele Updates, ich habe aber als Follower null Zusatzinformation im Vergleich zum RSS-Feed. Trotzdem steht sie in irgendwelchen Rankings ganz weit oben.

Mal abgesehen davon, dass diese Zeitung das “Prinzip Twitter” nicht verstanden hat, habe ich allerdings auch keinen vernünftigen Lösungsvorschlag, allenfalls vielleicht ein redaktionell gepflegtes Ranking, das eben auch die Qualität der Tweets berücksichtigt. Jaja, ich weiß, das ist wohl eher illusorisch (wer tut sich das freiwillig an?).

Trotzalledem finde ich die “Deutsche Twitterliste” ausgesprochen nützlich, weil man hier etwas hat, womit man die Bewegung und die Trends der deutschen Twitterszene durchaus ein Stück weit ablesen kann.

In diesem Sinne: Danke @talkabout!

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Ein Kommentar to “Twitter Rankings und ihre Aussagekraft”

  1. Sehe ich ganz genauso. Ich versteh den Hype nicht, der geradezu um die Museums-Rankings gemacht wird. Meist sind sie nicht vollständig und sagen, wie Du auch schreibst rein gar nichts über die Qualität aus.
    Die Liste von @talkabout gefällt mir da viel besser, da die Updates automatisch gemacht werden und im Prinzip jeder, der anfragt, auch in die jeweiligen Listen aufgenommen wird. Ich schau mir die Listen von Zeit zu Zeit an, um mir einen Überblick zu verschaffen, wer in bestimmten Bereich twittert.

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